(Anlage-)Beratung in der Krise

Die dramatische Entwicklung auf dem Aktienmarkt stürzt Anleger in tiefe Verunsicherung. Was lange Zeit als sicher galt, ist ins Wanken geraten. Banken und Fonds – zu Blütezeiten der Aktienmärkte die Garanten für Wertsteigerung – haben für Anleger den Status als Partner des Vertrauens verloren. Für Kapitalanleger stellt sich in Krisenzeiten einmal mehr die Frage nach alternativen Anlagemöglichkeiten, Inflationsschutz und verlässlichen Partnern.

Neue Berater sind gefragt

Das Problem für viele Anleger: Die Frage nach einer echten Alternative zur Investition an den Aktienmärkten kann nicht durch die alten Platzhirsche beantwortet werden. Denn selbst erfahrene Finanzprofis, Politiker und Banker sind durch ihr Bestreben nach immer größeren Renditen letztendlich risikoblind geworden. In den Köpfen der Investoren gelten sie deshalb als Teil des Problems und Mitverursacher der Krise.

Gerade jetzt sind eine verlässliche Beratung und ein unabhängiger Partner gefragt.
Anleger sind gut beraten, hier auf Unternehmen zu setzen, die auch schon vor der Krise auf sichere und dennoch lukrative Anlagemöglichkeiten gesetzt haben. Wer in der Vergangenheit beispielsweise auf Immobilien, Kunst oder sichere Anleihen setzte, kann auch in dieser Krise sein Vermögen verhältnismäßig gut schützen.

Denkmalimmobilien sind dank hoher Steuervorteile sehr gefragt

Die denkmalgeschützte Immobilie ist eine spezielle Form der Immobilieninvestition. Hier zeigt sich insbesondere die Qualität und Erfahrung der Finanzberatung. Denn diese besondere Anlageform ist den Profis der Branche vorbehalten. Ebenso wie bei Aktien muss auch hier auf Kriterien wie Wertentwicklung, Substanz oder Marktentwicklung geachtet werden. Anspruchsvoller als bei der Aktie ist aber die Bewertung der zukünftigen Entwicklung. Denn im Gegensatz zu den kurzfristigen Anlagemöglichkeiten am Aktienmarkt ist eine Immobilie eine auf Dauer ausgelegte Entscheidung. Die Standortfrage (Mikro- bzw. Makrostandort) und die damit verbundene Wertsteigerung einer Immobilie sind neben der Steuerersparnis zwei der wichtigsten Kriterien.

AUTOR Franz M. Sprenger, Immobilienexperte und Geschäftsführer der Sprenger Unternehmens- und Finanzberatung. E-Mail: fs19507@bdvb.de, Internet: www.sprenger24.de

In Krisenzeiten: Immobilien!

Als traditionell beliebt in Krisenzeiten erweisen sich seit jeher Immobilien. Im Gegensatz zur Kunst sind hier keine hohen Einstiegsinvestitionen und Nischenerfahrungen notwendig, und auch die Rendite ist bei Immobilien ungleich höher als bei den vermeintlich „sicher“ geltenden Anleihen. Diese Tatsache machen Experten in der Hauptsache für die historische Rückbesinnung auf die Immobilie verantwortlich. Eine aktuelle Investorenumfrage von Feri-Eurorating und der Financial Times Deutschland (FTD) ergibt, dass ein Großteil der Anleger ihren Immobilienanteil sogar noch aufstocken möchte. Der Trend zur Immobilie dürfte also weiter anhalten.
Für Besserverdienende kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt zum Tragen. Denn durch die Investition in z. B. denkmalgeschützte Immobilien lassen sich in der Regel enorme Steuervorteile erzielen.

Krisenunabhängige Wertsteigerung

Immobilien in deutschen Großstädten sind im internationalen Vergleich stark unterbewertet. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beziffern das Ausmaß der Unterbewertung deutscher Wohnimmobilien auf fast 30 %! Hier wird in den nächsten Jahren eine deutliche Preissteigerung zu beobachten sein. Steigende Preise in den Ballungszentren erwartet auch Tobias Just, Immobilienanalyst bei der Deutschen Bank, in einem Interview mit der FTD: „Modernisierte Häuser in guten Stadtlagen werden langfristig allein durch die demografische Entwicklung Wertzuwächse erfahren.“

Für Anleger zeigt sich daher, dass die Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie die ideale Anlageform bleibt. Gerade in der Krise und bei Turbulenzen am Kapitalmarkt!